WolfgangMature

„Schau dir das an!“, sagte Wolfgang, als das Mädchen ein Tablett mit einer Schale Suppe herein brachte, „Die stellen ihre Kundschaft nach draußen.“
Das Mädchen stellte das Tablett auf den Schreibtisch und kam ans Fenster. Wolfgang trat einen Schritt zurück und ließ seinen Blick über ihren Körper schweifen. Sie hatte dunkle, braune Locken, eine schlanke Taille und eine geschwungene Hüfte. Zu schade, dass er nicht zwanzig Jahre jünger war. Dann hätte er nicht lange gefackelt.
„Warum stellen die den Jungen nach draußen?“
„Das frage ich mich auch. Und warum bewegt er sich nicht. Der sieht zu echt aus, um eine Puppe zu sein.“
„Soll ich mal rübergehen?“
„Nee, die melden sich schon. Wenn hier was besonderes passiert, dann ruft man den Arzt. Wir müssen also nur warten.“
Wolfgang setzte sich an den Schreibtisch und begann, seine Suppe zu löffeln.
„Sind viele Patienten im Wartezimmer?“, fragte er.
„Nein, keiner.“
„Dann mache ich bis zwei Uhr Mittag. Falls wieder ein Notfall kommt, musst du dich allein darum kümmern. Ich habe keine Zeit. Ich bin erst mal beim Bäcker.“

The End

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